Statements im Katalog der ART Innsbruck

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Vorwort Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die ART-Innsbruck feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Bereits zum 20. Mal übernimmt Tirol mit der Internationalen Messe für zeitgenössische Kunst & Antiquitäten die Rolle als Kunst- und Kulturhauptstadt Österreichs. Nach dem Umzug in die Haupthalle A des Messegeländes und der Erweiterung des Sortiments um zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Antiquitäten des 19. Jahrhunderts kann das Kunstmessejahr heuer erstmals im Jänner beginnen. Somit ist die ART Innsbruck am vorläufigen Höhepunkt ihrer stetigen Weiterentwicklung angelangt und untermauert den international herausragenden Ruf Österreichs als Kunst- und Kulturnation.
Die ART Innsbruck ist ein fixer Bestandteil des Tiroler Kulturlebens, zudem bietet sie eine hervorragende Möglichkeit für kulturinteressierte Tirolerinnen und Tiroler, internationale Kunstwerke direkt vor der „Haustüre“ bewundern zu können. Auch außerhalb der Landesgrenzen wirbt die Kunstmesse gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der heimischen Kunstszene für das kunst- und kulturgeprägte Herz der Alpen, dadurch profitieren auch die Tiroler Wirtschaft und der Tourismus.
Ich möchte mich besonders bei der Gründerin und Organisatorin Johanna Penz und ihrem Team für ihr Engagement bedanken, mit dem sie die international angesehene Messe jedes Jahr zu neuem Leben erweckt. Ihr unermüdlicher Einsatz, einerseits für die Kunst, andererseits für die Reputation unseres Landes, trägt maßgeblich zur Aufwertung der ortsansässigen Kunstszene bei. Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich eine schöne Zeit auf der ART Innsbruck und der ART für die weitere Zukunft alles Gute.

Ihr
Günther Platter
Landeshauptmann von Tirol

 

Vorwort Dr. Beate Palfrader, Landesrätin für Bildung Familie und Kultur in Tirol

Das Sammeln von und auch der Handel mit Kunstobjekten haben eine lange Tradition. Bereits die alten Römer betrieben regen Handel mit Kunstwerken der Griechen. Während im Mittelalter der Besitz von Kunst meist Adel und Klerus vorbehalten war, öffnete sich der Kunstmarkt im Zuge der Aufklärung dem Bürgertum und Kunst wurde zunehmend als demokratisches Allgemeingut betrachtet. Mit dem Beginn der Moderne etablierten sich GaleristInnen als wesentliches Bindeglied zwischen den KünstlerInnen und dem Kunsthandel. Heute bieten Kunstmessen wie die ART Innsbruck eine Plattform, auf der sich KünstlerInnen, GaleristInnen und potentielle KäuferInnen treffen, sich austauschen und vernetzen. Kunstmessen ermöglichen einen konzentrierten Überblick, fördern eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kunstbegriff und unterstützen den Dialog zwischen den AkteurInnen des Kunstmarktes. Die ART Innsbruck konnte sich in den vergangenen 20 Jahren erfolgreich etablieren und sorgt für eine Belebung des Tiroler Kunstmarktes. Vom 28. bis zum 31. Jänner 2016 werden rund 90 internationale AusstellerInnen erwartet, die einen Bogen von Kunst und Antiquitäten des 19. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischer Kunst spannen. Ich bin überzeugt, dass die ART Innsbruck auch 2016 wieder ein Anziehungspunkt für alle Kunstinteressierten sein und die BesucherInnen mit einem spannenden, vielfältigen Angebot begeistern wird.
Ich gratuliere Johanna Penz und ihrem Team herzlich zum 20-jährigen Bestandsjubiläum und wünsche der ART einen erfolgreichen Verlauf!

Dr. Beate Palfrader
Landesrätin für Bildung, Familie und Kultur

 

 

 

 

 

 

 

Vorwort Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Bürgermeisterin der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck

EinzigARTiges 20. Jubiläum

Die ART Innsbruck feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen und die Stadt Innsbruck eine Erfolgsgeschichte. Als Kulturreferentin darf ich zu diesem Jubiläum sehr herzlich gratulieren. Die ART Innsbruck hat sich in den letzten 20 Jahren als Treffpunkt für internationale KunstliebhaberInnen und KennerInnen etabliert und ist aus der Kulturlandschaft unserer schönen Alpenstadt nicht mehr wegzudenken.
Dieses Jahr strömen mehr als 18.000 BesucherInnen innerhalb von vier Messetagen auf die ART Innsbruck, um sich von zeitgenössischer Kunst und Antiquitäten des 19./20./21. Jahrhunderts begeistern zu lassen. Diese Zahlen dokumentieren den unschätzbaren Wert, den die Kunstmesse nicht nur für das Kulturangebot der Stadt Innsbruck, sondern auch für den heimischen Tourismus hat.
Zu verdanken ist all dies der Initiatorin und Organisatorin Johanna Penz und ihrem engagierten Team, die nun seit zwei Jahrzehnten einen herausragenden Beitrag dazu leisten, dass Innsbruck seine Stellung als Kulturstadt international behaupten kann. Dieses außerordentliche Engagement für Kunst und Kultur ist unbezahlbar und ich danke sehr herzlich dafür, dass es jedes Jahr wieder geschafft wird, mit einem außergewöhnlichen Programm die internationale Kunstszene nach Innsbruck zu locken.
Der Stadt Innsbruck ist es ein großes Anliegen, die Kunst- und Kulturszene in der Landeshauptstadt zu fördern und zu unterstützen. Umso mehr freut es uns, dass eine renommierte Kunstmesse wie die ART Innsbruck bei uns stattfindet.
Ich wünsche allen BesucherInnen, GaleristInnen und KünstlerInnen spannende Tage auf der ART Innsbruck und viel Freude beim Bestaunen und Kaufen!

Mag.a Christine Oppitz-Plörer
Bürgermeisterin der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorwort Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forum Alpbach

Die ART – Innsbruck feiert

Zum 20.-sten Mal haben wir Tirolerinnen und Tiroler die Gelegenheit an einem Kunstereignis , nämlich der ART Innsbruck – das schon längst in seiner Bedeutung die Grenzen Tirols gesprengt hat, teilzunehmen. Und weil der große Erfolg schon bisher den Organisatoren recht gegeben hat, dürfen wir dieses Mal eine noch größere, noch spannendere und noch umfangreichere ART Innsbruck erleben.
Gezeigt wird heuer nämlich nicht nur mehr zeitgenössische Kunst von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart, sondern auch Hochkarätiges aus der Gründerzeit.
Insgesamt sind auf der ART Innsbruck mehr als 90 internationale Aussteller präsent und es werden an den 4 Messetagen mehr als 18.000 BesucherInnen erwartet.
Besonders erfreulich ist an der ART Innsbruck, dass sowohl die/der kaufinteressierten SammlerInnen als auch die/der kunstinteressierten BesucherInnen auf ihre Rechnung kommen.
In den 20 Jahren des Stehens der ART – Innsbruck ist es der Initiatorin und Organisatorin Frau Johanna Penz gelungen, einen Kunstevent zu schaffen, der aus dem Kulturprogramm der Stadt Innsbruck nicht mehr weg zu denken ist.
Dafür gebührt Frau Johanna Penz sowohl ein großes Dankeschön von Seiten des kunstinteressierten Publikums, als auch ein herzlicher Dank der Stadt Innsbruck und des ganzen Landes Tirol.
Bleibt nur der ART Innsbruck 2016 den ihr gebührenden Erfolg zu wünschen.

Franz Fischler
Präsident des Europäischen Forum Alpbach

 

 

 

 

 

Vorwort Fernand Weides, Journalist aus Luxemburg

EinzigARTiges 20. Jubiläum

20 Jahre ART Innsbruck ist eine kurze Zeit. Ein Blick in die Geschichte offenbart: Öesterreich und Luxemburg verbindet so Manches, 200 Jahre Wiener Kongress und die Folgen für das Grossherzogtum und 300 Jahre österreichische Habsburger in Luxemburg standen 2015 auf der Agenda. Mit dem Wiener Kongress ist aus dem Herzogtum Luxemburg das Grossherzogtum geworden, die Grenzen zu Belgien, Deutschland und Frankreich wurden neu gezogen. Das territorial kleinere Land ist jedoch auf dem Weg zur Unabhängigkeit flügge geworden, politisch, wirtschaftlich und kulturell wieder gewachsen.. Beide Länder haben sich seitdem auf Distanz gut verstanden und sind vor 20 Jahren mit dem Beitritt Österreichs zur EU wieder näher aneinander gerückt.
Bedeutende Politiker des Grossherzogtums haben sich in der Stadt mit dem Goldenen Dachl die Ehre gegeben, ob wegen Verhandlungen über die Luxemburger Studenten an der Universität oder um einen Ehrendoktortitel der medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck in Empfang zu nehmen. Diese Ereignisse haben sich fast zeitgleich mit dem 15.-jährigen Jubiläum der ART in Innsbruck zugetragen. Erfreulich ist, dass 5 Jahre später die Bande zwischen Innsbruck und Luxemburg weiterhin eng verknüpft bleiben.
Im März letzten Jahres war Österreich im Rahmen eines offiziellen Austauschs zu Gast in Luxemburg, Anfang 2016 ist erneut Kunst aus Luxemburg in Innsbruck präsent. Die Beteiligung Luxemburger Künstler an der ART Innsbruck ist zur Tradition geworden, auch dank einer Innsbrucker Galerie die regelmässig Künstlern aus dem Grossherzogtum die Möglichkeit bietet, sich auf diesem regional und international ausgerichteten Forum zu präsentieren.
Künstler leben nicht allein vom zurückgezogenen Schaffen im Atelier. Sie brauchen Öffentlichkeit, ob durch Ausstellungen in Landesgalerien oder im Rahmen wichtiger Kunstmessen. Es ist wichtig, die internationale Konfrontation anzugehen, den Austausch und den Dialog mit anderen Künstlern, Sammlern und Kunstbegeisterten zu suchen und somit der Kunst - Förderung zu dienen.
Innsbruck und Luxemburg verbindet auch die geografische Lage, beide Städte liegen im Herzen einer grenzüberschreitenden Region, Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien für Innsbruck, Luxemburg, Belgien, Deutschland und Frankreich für das Grossherzogtum, wobei die Stadt am Inn mit ihrer Kunstmesse, die heuer ihr 20.Jubiläum feiert, diesbezüglich einen Vorsprung hat.
Luxemburg hat erst 2015 ihre erste „Kunstwoche“ aus einer Kombination von Ausstellung einer nationalen Künstlervereinigung und Präsentation von heimischen wie ausländischen Galerien erlebt. Sollte diese „Kunstwoche“ sich wiederholen, kommt es vielleicht eines Tages zu einer Zusammenarbeit beider Veranstaltungen. Eines ist auf jeden Fall sicher, der Austausch von Künstlern aus der Region um Innsbruck und aus Luxemburg wird sicherlich in den kommenden Jahren zu einer weiteren Belebung der kulturellen Beziehungen zwischen uns beitragen.
Der ART Innsbruck, die besten Glückwünsche für das 20.Jubiläum, Künstlern, Galerien und allen Beteiligten viel Erfolg!

Fernand Weides
Journalist aus Luxemburg

 

 

Vorwort Dr. Christian Mikunda, Mediendramaturg

Die Kunstwelt ist bisweilen ganz schön abgehoben. Die normale Welt unseres Alltags ist oft einfach nur funktional. Schon immer habe ich mir gedacht, dass es Orte geben müßte, die eine Brücke zwischen diesen Welten schlagen. So ein Ort, der diese Welten versöhnt, ist die Art Innsbruck.

Zu Beginn als Einstiegsdroge für jüngere Kunstinteressierte gedacht, war die Schwelle zum Olymp des Kunstbesitzes bewußt nieder gelegt. Es ist nur ein kleiner Schritt vom Kunstposter zur echten Kunstgraphik, aber jemand muß den kleinen Schubs geben, damit man diesen Schritt macht. "Nudging" nennen das die amerikanischen Management-Theoretiker. So ein "Nudging" steht 2012 ganz offiziell auf dem Programm. Die russische Gegenwartskunst den Tirolern zu zeigen, die nur den russischen Gast kennen, ist solch ein Brückenschlag.Kunst und Alltag in Tirol. das waren früher zwei ganz unterschiedliche paar Stiefel. Dann kamen Sprungschanze und Hungerburgbahn von Zaha Hadid, dass das Kaufhaus Tirol, Swarovski und seine Kirstallwelten waren "gefühlt" schon immer da. Jetzt kann man in Innsbruck und Umgebung überall sehen - Kunst und Leben sind keine Gegensätze. Wenn Kunst emotional ist, bringt sie uns ans Leben heran und heilt so manche Wunde. Und sie kann zugleich großartiges Marketing sein, auch geschickte Investition. Ich bin überzeugt - die Art Innsbruck kann zu einem Platz werden, um den Blick für die Lebenstauglichkeit von Kunst zu schärfen.< /br> Manchmal schwirrt auf der Messe eine feengleiche Gestalt durch die Messehalle. Sie ist künstlerisch "überhöht", wie oft Künstler selbst. Sie ist trotzdem recht emotional. Wie ihre Messe versöhnt sie zwischen rauer Welt und reiner Ästhetik. Ihr und allen Ausstellern und Gästen, wünsche ich intensive Erfahrungen, gute Geschäfte und echte Begegnungen.

Dr. Christian Mikunda
Mediendramaturg