Sonderschau

Sonderschau "Mel Ramos: Pin-Up Girls"
Kuratierte Sonderschau der Extraklasse auf der ART Innsbruck 2016


Die Galerie Rhomberg präsentiert als Sonderschau der 20. Jubiläums-ART Innsbruck 2016 „Mel Ramos: Pin-Up Girls“, welche teilweise anlässlich des 80. Geburtstages des amerikanischen Pop-Art Künstlers vor Kurzem im Museum Ludwig mit großem Erfolg gezeigt wurde.

Mel Ramos zählt neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den wichtigsten Vertretern der Pop-Art Bewegung. Der kalifornische Künstler übernimmt für seine Werke vornehmlich Motive aus Comics und der Werbung. Berühmtheit erlangte Ramos besonders durch seine in der Ausstellung gezeigten „Commercial Pin-Ups“. Er arrangiert idealisierte und nackte Frauen in Verbindung mit verschiedenen Konsumgütern und Markenprodukten. Als Vorbilder für den weiblichen Akt dienen ihm die Darstellungen in Pin-Up Magazinen aus den 1950er und 1960er Jahren, welche er ironisch interpretiert und in provakanter und lasziver Haltung eng verschlungen mit bekannten Produkten zeigt, wie etwa Pin-Up Girls, die aus überdimensional großen Schokoladeriegeln herauswachsen, sich im Martiniglas räkeln oder keck auf einer kubanischen Zigarre posen. Gleichzeitig persifliert der Künstler dieses artifiziell sexualisierte Bild und verweist somit auf die versteckten Marketingstrategien unter dem Motto „Sex sells“ in der amerikanischen Werbung und in der Warenwelt allgemein.

„Ich achte darauf, dass meine Werke nicht zu erotisch sind, dass sie immer noch etwas Humorvolles haben. Ich achte auf „geschmackvolle“ Inszenierungen. Das versteht man oder nicht.“ Zitat Mel Ramos

Quelle: Galerie Rhomberg www.galerie-rhomberg.at

Vita | Ausstellungen


@Mel Ramos/Ernst Hilger

 

Sonderschau Spezial

"Realismus im Spiegel der Zeit - moderne, abstrakte und phantastische Kunst"
Ein weiteres Sonderschau Special zum vierten Mal in Folge zum Thema „Phantastischer Realismus“

Die Sonderschau der Galerie Dikmayer Berlin Mitte steht unter dem Titel "Realismus im Spiegel der Zeit - moderne, abstrakte und phantastische Kunst". In einer vierten Auflage in Folge (2013 bis 2016) wird die Galerie innerhalb der 20. ART Innsbruck vom 28. - 31. Jänner 2016 neue und aktuelle Kunst zum Sonderschauthema präsentieren.
Das Konzept der Ausstellerkoje und die Auswahl der Künstler richtet sich nach der Qualität ästhetisch gestalteter Werke zwischen Gegenstand und Abstraktion. Gefragt und zu sehen sind Bilder, die handwerklich an die Malerei der Renaissance anknüpfen und die herausragenden Techniken dieser Zeit ( nicht Motive ) in einen zeitgenössischen Kontext stellen.
Neben den Stammkünstlern, u.a. Torsten Gebhardt und Bernd Schiller aus Berlin werden neue Werke folgender Künstler zu sehen sein, Heidrun Feistner (Skulptur) aus Berlin, Susanne Zagorni aus Bochum, Goran Makeski aus Basel, Christa Fallak-Odenkirchen aus Oestrich-Winkel und Guido Schenkendorf aus Jüterbog.

Wie in den vergangenen Jahren kooperiert die Galerie in 2016 mit dem weltweit anerkannten Henry van de Velde Museum - Haus Schulenburg Gera und dessen Art Director Dr. Volker Kielstein. Das Haus und Museum stehen als Gesamtkunstwerk. Das ist auch eine weitere künstlerische Inspiration der ausgestellten Kunstwerke der Galerie.
Joachim Dikmayer, Dipl.-Kulturwissenschaftler, Galerist


   

Bernd Schiller - Fluchten:
Das Werk regt zum Denken und Gestalten an. Jeder kann sich an Hand des Bildes und dessen Konstruktion die Welt selbst zusammen bauen oder besser erschaffen. Damit kann man sich eine eigene, menschenwürdige Welt schaffen. Die vorliegenden drei Variationen sind ein Beispiel davon. Beginnend von INSTALLATION (die Welt oder die Erde in Unruhe ...) über €URO (Dominanz des EURO auf dieser Welt ) bis hin HAI FRISST DEN €URO lassen sich unerschöpflich viele Variationen des Werkes über das Spiegelbild dieser Welt erschaffen. Schiller orientiert sich stark an die weltberühmte Bauhaus-Architektur und deren Auswirkungen auf die Bildende Kunst, u. a. dem realistischen, surrealistischen und phantastischen Stil.

Zur Kunstbetrachtung von Dr. Bernd Gottberg


   

Susanne Zagorni - Von Hoffnungsfressern und Fröschen
Existenzielle Themen wie Selbstfindung, Erkenntnis, Kreativität, Hoffnung, Hoffnungsverlust und Selbstbehauptung sind u.a. Inhalt der Bilder von Susanne Zagorni. Persönlich Erlebtes gibt hier den Ausschlag zur Planung ihrer Bilder, die bevölkert sind von Hoffnungsaufessern, Tyrannen oder Ideenbehüterinnen. Hierbei ist es ihr Ziel, die Arbeiten in ihrer Umsetzung auf eine allgemeingültige Ebene zu transportieren, um unabhängig von allem Selbstreferenziellen in einen Dialog mit dem Betrachter treten zu können.
Hier nimmt der Frosch eine ganz besondere Rolle ein. Da er in der Symbolik u.a. auch für das Wandelbare steht, ist er in den Bildern von Susanne Zagorni nicht nur Teil sondern auch Anführer einer Armee, die die Protagonisten ihrer Bilder zu schützen sucht. Wandelbarkeit als Schutz,Waffe aber auch als kathartisches Element um nach dem Durchleben aller emotionalen Prozesse als ein Wesen höherer Ordnung daraus hervorzugehen.
Wir begegnen in ihren Bildern gefallenen Kriegerinnen oder Marionetten, deren leidvolle, gelbe Gesichter sich, wie als Verlierer markiert, vom Betrachter abzuwenden scheinen. Wir treffen Späher, mit Zuckerstange und Fernglas bewaffnet, inmitten von Spielzeug aus einer Kiste steigend. Ausschau haltend nach allem, was Kreativität vernichtet, mit der Aufgabe, das innere Kind bestmöglich zu schützen.

„ Für meine Arbeiten nutze ich die Symbolik, erschaffe aber auch davon völlig unabhängige Charaktere, die sicherlich einen gewissen Zeitgeist widerspiegeln. Wir alle sind schon einmal dem HOFFNUNGSAUFESSER begegnet. Mir scheint es, als sei Wandelbarkeit gegenwärtig eine Notwendigkeit, die uns leider nicht immer zum Vorteil gereicht. Wir müssen uns davor in Acht nehmen, dabei nicht zu einem Chamäleon zu werden, das sich letztlich nur noch anpasst.“
Zitat: Susanne Zagorni


     

Torsten GEBHARDT – Serie „Stille Emotionen“
Torsten Gebhardt nutzt seine Kunst als Mittel zum Zweck. Man kann in ihr vieles verbergen oder auch zum Vorschein bringen, sie spielt mit den Gemütern, manipuliert die Gedanken und löst Emotionen aus. Sie ist das Vermächtnis von dem was einmal war, sie gibt Zeugnis von dem was ist und verweist zu dem was vielleicht einmal sein wird. In ihr finden sich die Suchenden, scheiden sich die Geister und die Geschmäcker laufen zu weilen Amok.
Botschaften "springen" den Betrachter an, er ist schockiert.
Die Grenzenlosigkeit dieser phantastischen Welt macht sie zum uneingeschränkten Kommunikator über alle Sprachen, Kulturen und Zeiten.