Specials ART Innsbruck Dezember 2016

ART Special II: „Realismus und Moderne – Positionen zeitgenössischer, phantastischer und abstrakter Kunst“

„Realismus und Moderne – Positionen zeitgenössischer, phantastischer und abstrakter Kunst“

Die fünfte Folge des „Sonderschau Special“ der Galerie Dikmayer Berlin Mitte zum Thema „Phantastischer Realismus“

Während die Exponate der vergangenen Jahre ein dominant gegenständlicher Stil des Phantastischen Realismus vereinte, präsentieren sich die diesjährigen Werke in einem expressiven, figural geprägten und abstrakt wechselnden Stil. Gezeigt werden Arbeiten von sowohl international bereits bekannten KünstlerInnen, als auch hoffnungsvoll aufstrebenden Talenten wie u.a. Gerd G. Madry (Merseburg), Gisela Grünling (Hamburg), Dagmar Müller (Berlin) und, wie N.D. Hossain (Bremen), Markus Rack (Heilbronn), Claudia Kaak (Heppenheim), Tanja S. Prill (Hamm), Tim Müller, Thorsten Poersch, Kim Weitzendorf. Norbert Schulz (Bochum) und Bernd Schiller (Berlin) zeigen Werke im abstrakt-geometrischen Stil. Marie Pierre (Basel) ist mit Skulpturen vertreten.
Wie schon in den vergangenen Jahren kooperiert die Galerie auch diesmal wieder mit dem weltweit anerkannten Henry van de Velde Museum - Haus Schulenburg Gera und dessen Art Director Dr. Volker Kielstein.

Joachim Dikmayer, Dipl.-Kulturwissenschaftler, Galerist


Hier gelangen Sie zu den Pressebildern der Kunstwerke


Henry van de Velde Museum - Haus Schulenburg Gera Gesamtkunstwerk des flämischen Architekten und Designers Henry van de Velde

Thorsten Poersch

Thorsten Poersch wuchs im Ruhrgebiet als Kind einer Bergarbeiter Familie auf. Mit den heute in seinen Bildern vorkommenden Materialen kam er schon früh in Berührung. Zu seinem Repertoire gehören Kohle, Asche, Sand und Staub, Pappe, Papier aller Art, Acrylfarben und Pigmente.
Seine Vorbilder fand er im Informel. Wie die Künstler des Informel ging es ihm um die Abkehr von der geregelten Farbstruktur hin zu der spontanen Gestik des künstlerischen Prozesses. Thorsten Poersch sucht und findet über das Verhältnis von Form und Material seine eigene Sprache. Durch die Vielschichtigkeit der Oberfläche gerät diese in Bewegung, sie zeigt sich verbeult, verkrustet, Papierfetzen brechen die Oberfläche, Schriftzeichen und Einritzungen geben Botschaften. Es kommt zu Überlagerungen von Farbmassen, einem Ineinanderfließen zu neuen Strukturen. In seinem Arbeiten scheint man den emotionalen Malprozess zu spüren, seine Befindlichkeit und seine Erinnerung an die Zechen- und Industrielandschaften des Ruhrgebietes.

Thorsten Poersch, Serie Emotion I, 2016, Materialarbeit, Mischtechnik, 135 x 105 cm, Galerie Dikmayer, Berlin – DE Thorsten Poersch, Serie Emotion II, 2016, Materialarbeit, Mischtechnik, 135 x 105 cm, Galerie Dikmayer, Berlin – DE

Bernd Schiller

Die figürlichen Werke zu “Teufelin“ und “Paradies“ ließen mich angesichts der künstlerischen Ausdruckstiefe, die dem Maler durch die harmonische Verschmelzung von Inhalt und Farbe gelang, still werden: Andächtiges, staunendes Betrachten vermischte sich mit Schmunzeln: Die Teufelin war einfach zu überzeugend in ihrem Tun.

Prof. Dr. Gisela Ewert

Bernd Schiller, Pakt mit dem Teufel, 2016, Öl auf Leinwand, 48 x 94 cm, Galerie Dikmayer, Berlin – DE Bernd Schiller, Teuflische Verführung, 2013, Öl auf Leinwand, 48 x 94 cm, Galerie Dikmayer, Berlin – DE

ART Special I: “interpretations of nude”